Hühner: Davon verstehen wir nichts.
Mensch: Ehrlich. Ich habe über euch nachgedacht.
Ein Huhn: Und? Ist dir das Wasser im Munde zusammengelaufen?
Ein anderes Huhn: Spiegelei? Rührei? Hühnersuppe? Verschon uns.
Mensch: Nein. Nein. Über euch, eure Bedürfnisse, euer Leben.
Ein Huhn: Ich sags ja, er hat wirklich ein Hühnerhirn in seiner Birne.
Mensch: Hört mir doch zu.
Alle Hühner: Geht nicht, wir sind beschäftigt.
Mensch: Hühner können gar nicht beschäftigt sein. Dafür braucht man ein Beschäftigungsverhältnis.
Ein Huhn: Haben wir doch mit dir.
Noch ein Huhn: Und jetzt sind wir mit Fressen beschäftigt, damit wir dir zur rechten Zeit Eier und Fleisch liefern.
Mensch: Nun übertreibt man nicht. Ich biete euch doch auch Freilauf. Und wenn ihr wollt, dürft ihr jetzt auch den Sternenhimmel sehen.
Hühner: ---
Mensch: Ehrlich. Ich versteh euch ja.
Ein Huhn: Wir haben jetzt keine Zeit. Wir müssen picken.
Mensch: Pickt doch später weiter. Der Sternenhimmel ist gerade so schön.
Ein Huhn: Nein, dann haben die anderen uns ja alles weggefressen.
Mensch: Aber die gucken sich doch auch den Sternenhimmel an. Keiner pickt.
Ein anderes Huhn: Das klappt nie. Hier herrscht ein gnadenloser Wettbewerb.
Ein weiteres Huhn: Hör auf zu träumen. Hier gilt Friss oder Stirb. Wir haben keine Zeit für Sternenhimmel.
Noch ein Huhn: Was will der von uns. Ich will nicht mehr reden.
Das erste Huhn: Kannst du ja eigentlich auch gar nicht.
Alle Hühner: ---
Mensch: Hallo? Hühner? Ich weiß, dass ihr reden könnt.
Hühner: ---
Mensch: Ich hab das nicht geträumt. Gut, dann eben mit Kniefall: Liebe Hühner, ich habe was begriffen! Ich dürft euch jetzt den Sternenhimmel ansehen! Von mir aus jeden Tag!
Hühner: ---