Bodos Welt mischt sich ein. Für Minden und die ganze Welt. Bodos Welt bleibt stehen, wo andere weitergehen. Bodos Welt geht weiter, wo andere stehen bleiben. Parteiisch. Übernatürlich. Unablässig. Erscheint täglich. Unaufhörlich.Unhöflich.
Johann Wolfgang von Kloethe - Farbenlehre
frisch gepinselt!
Gelegenheit beim Schopf
gepackt
und alle Farben rein in einen Topf!
Sieht aus wie hingekackt.
Dem Maler kannst du gern vertrau'n:
Das ist nur Braun.
Damals 2009: Das Fenster der Geschichte ist geöffnet
Neulich vor zehn Jahren: Frauen in der Army
Barb: Das ist modern.
Bill: Da geht doch kein Helm drüber!
Barb: Wir tragen ja kaum Helme.
Bill: Aber wenn es mal sein muss, weil zum Beispiel der Russe kommt, oder der Chinese, den darf man nicht unterschätzen, dann muss der Helm auf den Kopf, das ist Dienstvorschrift!
Barb: Der kommt doch sowieso nicht, der ist doch viel zu faul.
Bill: Und wenn?
Barb:Wir sind jedenfalls immer die, die in andere Länder fahren, wenn mal Krieg geführt wird.
Der Amerikaner ist nicht faul.
Bill: Die Frisur ist eigentlich gegen die Dienstvorschrift. Ich müsste das melden. Es sieht auch total weibisch aus.
Barb: Ich bin ja auch eine Frau.
Bill: Ach.
Barb: Was, ach?
Bill: Das wusste ich gar nicht...
Tom: Hey, seit wann haben wir den Frauen in der Army? Oder ist der Junge vom anderen Flugzeugträger, na du weißt schon?
Bill: Das ist eine Frau!
Barb: Du Chauvenist!
Bill: Wieso das denn jetzt?
Barb: Mir doch egal.
Bill: Die will keinen Helm aufsetzen, Tom!
Barb: Will ich wohl.
Bill: Weil dann die Frisur hin ist.
Tom: Was für eine Frisur? So läuft unser japanischer Hütehund rum, wenn er seine Freundin besucht hat.
Bill: Das ist gegen die Dienstvorschrift.
Tom: Frauen. Immer Probleme.
Barb: Muss dich ja nicht stören, du bist ja vom anderen Flugzeugträger, na, du weißt schon!
Tom: Das melde ich!
Bill: Und ich das mit dem Helm!
Barb: Wie schön wäre die Army ohne Männer. Dann gäb's auch keine Kriege. Und die Frisur sitzt.
Tom: Säße. Konjunktiv II. Ist ja nur Wunschdenken.
Barb: Ich sag ja: Ohne Männer.
Günter Krass - Als ich einmal blau war
In Gedanken versunken stand ich auf der blauen Acrylwurst, die der Maler aus seiner Tube gedrückt hatte.
War das wirklich nötig gewesen?
In die Einsamkeit und Unzulänglichkeit dieser in tiefes Blau gefärbten Welt noch einen weiteren fetten Schlauch tiefsten Blaus zu quetschen?
Kunst war doch schon immer etwas anderes gewesen, als einfach irgendwohin zu klecksen, mit dem Spachtel darüberzuziehen und zu hoffen, dass da ein neuer Pollock eine Weltreise geboren hätte.
Jedes Kunstobjekt braucht einen willigen Idioten, der es kauft und dem sogenannten Künstler eine gehörige Summe Geld in die Tasche seines verschmierten Malerkittels steckt.
Was wäre denn Kunst, wenn niemand sie kaufte? Wertloses Gemache und Getue, dass irgendwann eingetrocknet von der Wand fiele. Nicht einmal Spinnen, Kakerlaken oder Kellerasseln hätten Freude daran. Zu früh übers Bild gehuscht, schon säßen sie im Künstlerschlick und schließlich fest, um elendiglich zu verhungern. Dabei hätten sie geröstet gut als Brotbestreu für den Proteinliebhaber dienen können. So gammeln sie nur. Das will niemand auf dem Brot oder im Müsli haben, auch wenn das Schweinefleisch immer teurer wird.
Wie kam ich als Vegetarier jetzt auf Fleisch? Ach, ich weiß es nicht. War es die Malerwurst, die mich erinnerte? Oder die Kunstbranche, die mir wurscht war?
Insgeheim wünschte ich mir, der Acrylist würde einmal breit mit dem Arbeitsgerät über das Ganze ziehen, die Wurst gleichmäßig verteilen und dieser trüben Welt im Blauen seinen Frieden überspachteln.
Goerg Krakl - Muttertag
Am Muttertag
Eine Dystopie: Georg Krakl - Im Abendland
Eine Dystopie „Im Abendland“
Im Abendland. Da geht die Sonne unter.
Das macht die dunklen Mächte munter.
Dabei wissen wir so viel,
wir glauben’s einfach nicht.
Wir suchen Weg und Ziel,
weg ist der Weg,
weg Straße, Brücke oder wenigstens ein Steg.
Irgendwie
geht’s um Demokratie.
Deutschland ist ein Abendland.
Da geht die Sonne unter.
Das macht die Dunkelblauen munter,
und im Dunkelauenland, da taucht so mancher unter,
munkelt braun,
die wolln uns unser Munkelland versauen,
da wo die Wahrheit handgeschnitzt
und gerne auch mal zugespitzt
wird, die das Volk verstört,
betört,
und an die Urne führt, (und an die Orrne föhrt)
das Dunkelblaue wählen.
Deutschland hieß ja früher Gauland.
Deutschland ist auch Schauland:
Kann man schunkeln, munkeln und verdunkeln.
Was zu hell im Kopfe stört,
mit Blasmusik und Maibock, Wies’n,
Ballermann und Wendler einfach weggeröhrt,
was unsern Spasss verdirbt,
bevor die Hoffnung stirbt.
Die Erde stöhnt:
Der Mensch ist lange schon verwöhnt.
Jetzt einen Punkt hier setzen,
einen Kipppunkt mit drei p,
dann ist mal Schluss mit Schwätzen!
Die Demagogen
schreien:
Wir hab’n nicht gelogen!
Alles wahr, was wahr war!
Die jetzt noch unblau sind, die stehen an der Wand.
Wir schaffen das,
das grunzte einst die Kanzlerin.
Wir raffen das,
das BankenAs.
Wir raffen das,
das BankenAas-
(Vielleicht doch mit AA und Kinderkacki handgeschrieben.)
Die Demonstranten gegen rechts, die heißen Meute.
Plural Meuten, sagte damals Meuten.
Erst mal federn, teeren und dann häuten.
Meuten ist ist jetzt weg.
Weg ist auch der Weg. Das war der Zweck.
Queer, das heißt nicht quer.
Der Quere, der spazieren geht, der lässt sich ein,
macht sich so gern gemein,
mit rechten
schlechten
selbstgerechten,
obsoleten
Chauvinistendödeln,
die die Zeit verblödeln
da im Internet,
und Dinge rausposaunen,
obwohl sie dieses Instrument nicht spielen,
Scheiße reden bis der Arzt kommt,
-bist der Zahnarzt kommt,
oder Rechtsanwalt-
dass es endlich knallt.
Q-uerdenker spielen nicht Posaune
aus irgendeiner Laune,
wohl aber mit der
De mo kra tie
Deutschland ist das Abendland.
Da geht die Sonne unter.
Was früher hell und farbig anzuschau’n,
das wird so dunkelbraun.
Der Tipp vom Reiseunternehmen:
Jetzt mit dem Billigflieger
zugedröhnt (Achtung: Haschisch bald legal!)
in Ballerländer fliegen!
Den Alltag mal vergessen,
nicht mehr Haare raufen,
aus dem Eimer saufen!
Zugedröhnt (Ich wiederhole: Haschisch bald legal!)
und das Hirn dann ab ins Hochregal!
Oder in den Keller,
Treppe runter geht es schneller.
Jetzt einen Punkt hier setzen,
einen Kipppunkt mit drei p,
dann ist mal Schluss mit Schwätzen!
Die Erde stöhnt:
Der Mensch ist viel zu lange schon verwöhnt.
Tonnes Tagebuch - Weltuntergang
Liebes Tagebuch!
Heute schaute ich mir die Sonne an, wie sie rot am Himmel stand. Sonnenaufgang.
Und dann dachte ich, dass die Sonne gar nicht aufgeht, sondern die Welt, nein, die Erde eigentlich untergeht.
Ich erinnerte mich düster, dass die Sonne sich nicht um die Erde dreht, sondern umgekehrt die Erde um die Sonne. Oder so ähnlich.
Und dann dachte ich, was wohl passieren würde, wenn der Sonnenaufgang heute ausfiele, beziehungsweise der Erduntergang und was passieren würde, wenn die Erde wirklich unterginge? Das wäre wohl das Ende der Menschen, und die Erde könnte endlich neu anfangen. Wahrscheinlich würden Ratten und Insekten die Herrschaft übernehmen, die ja bekanntlich einen viel schnelleren Vermehrungsdurchlauf haben und eine viel bessere Anpassungsfähigkeit. Ratten und Insekten wären als Herrscher der Erde wohl auch nicht schlechter als der Mensch.
Der Mensch überschätzt sein Sein ja sowieso.
Das sieht man oft an Politiker, die ahnungslos, aber wirkmächtig sind.
Die nichts wissen wollen, aber trotzdem große Scheiße bauen können.
Der Mensch hält sich für die Krönung der Schöpfung.
Mir scheint, dass beim lieben Gott damals etwas schief gelaufen ist.
Er hat dann schnell, den Teufel erfunden, auf den man alles schieben kann.
Plötzlich war die Sonne verschwunden. Allerdings nur hinter einer Wolkenschicht.
Alle warten schon lange auf Regen, Wolken reichen nicht. Früher hieß das Trockenheit, heute heißt das Dürre.
Eine neue Sahelzone in Deutschland. Die Bauern müssen stöhnen. Jetzt auch noch auf Spritzmittel verzichten, das geht gar nicht; und die Gülle, die muss doch auch asugebracht werden. Die Tanks sind voll.
Wolken reichen nicht. Da muss auch was rauskommen.
Wahrscheinlich stammen die Wolken von Abgasen der Flugzeuge auf dem Weg nach Mallorca oder in die Türkei, wo man jetzt besonders viel für sein Geld bekommt. Wer es mit politischen Systemen nicht so genau nimmt, kann in die Türkei fliegen und dort Urlaub machen. Dort traf er früher auf Russen, die sich am Buffet riesige Platten mit Fleisch und sonstigen Speisen vollluden, um sie dann auf ihrem Tisch halb aufgegessen stehen zu lassen. Das sei alles schon im Preis drin, erläutern Experten. Was könnte man an Geld sparen, wenn jeder so äße wie ich.
Heute weiß man, dass übermäßiger Fleischkonsum zu Krieg führt, auf jeden Fall aber aggressiv macht. Völlerei ist ja eine der Todsünden.
Plötzlich muss ich an Wölki denken, an Kindesmissbrauch, geifernde Männer in schwarzen Kleidern, oder roten oder purpurnen. Ist Lügen eine Todsünde?
Da schimmert die Sonne wieder durch die Wolken, und ich denke: Die Erde ist doch nicht untergegangen. Vielleicht ist das sogar schade für die Erde, vielleicht ging es ihr ohne ohne die Menschen besser. Ratten und Insekten sind auch nicht schlecht, die machen auf jeden Fall nicht so viel Dreck Und müssen nicht über Tempo 130 nachdenken, weil sie keine SUVs fahren. Die sind mit ihrer Mobilität zufrieden.
So viele Gedanken an einem Morgen, an dem die Welt nicht untergeht.
Wer weiß, was sonst noch so passiert.
Vielleicht lege ich mich doch wieder hin.
Günter Krass - Der Teufel gegen Gott (Ein Prozess)
Georg Krakl - Befehl ist Befehl (2022)
Befehl ist Befehl.
Beschweren kannst du dich hinterher.
(Siehe auch: Im Westen nichts Neues, E.M.Remarque)
Im Osten nichts Neues,
im Norden nicht,
im Süden nicht.
Georg Krakl - Kölln
wir uns in Kölln
verstölln?
Wir wollen uns drin aalen,
dass wir Ostwestfalen
Georg Krakl - Alles in Butter
auf dem Krabbenkutter!
Monotonie - Sprechstück für drei sIRIöse Stimmen
Liegen - Günter Krass gelesen von SIRI männlich
SIRI liest Georg Krakl: KURZ
Georg Krakl - Den Stenz beim Sterz
Zieh - nicht nur - zum Scherz
den Stenz beim Sterz,
heb ihn am Zipfel hoch empor!
Der kreischt wie nie zuvor.
Und dass er schwört:
Nie wieder
unerlaubt die Finger an ein Mieder,
oder andere Stellen, nie wieder
das leiseste NEIN überhört!
Georg Krakl - Schneebesen
Zwischen all den Wendern und Löffeln und Schabern,
die den ganzen Tag über Schnee von gestern
und aufgekratzten Schwestern
labern,
steckte seit damals bis heute der Rührbesen.
Ich war so berührt gewesen.
Und plötzlich rotierte voll Anmut der Besen, er rührte,
ich spürte,
er schlug einen Schaum,
und wisperte leise: Ich bin nur ein Traum.
Georg Krakl - Gedicht mit einer Berufsbezeichnung als Metapher drin
bis zur Oder, bis zur Neiße,
hier im Land.
Theo von Doeskopp (Georg Krakl) - Zeitform
Georg Krakl - Langer Winter (2010)
Der raue Reif
am Ast
wirkt steif
und fast
ein wenig dumm.
Der Baum bleibt derweil stumm.
Zum Überwintern
hülf’ ein warmer Hintern.
Der Himmel hatte sie gemacht
Georg Krakl - Gaulands Jacke
Gauland, deine braune Jacke
mit dem Grünton, schlicht kariert,
die habe ich sehr lange angestiert
und nachgedacht: Ich find' sie Kacke.
Tägliche Hörfehler
Neulich vor zwei Tagen kam mir der Begriff "Unterbefurztsein" ins Ohr und ich grübelte sofort los, was es mit diesem Wort wohl auf sich haben mochte. Man muss sich befurzt machen ... hieß es an anderer Stelle und ich blieb ratlos und verwirrt. War es denn erstrebenswert, so etwas wie ein Befurztsein zu erwerben oder gar zu besitzen? Ich assoziierte üble Gerüche, so wie sie nach Kohl- und übermäßigen Fleischgerichten mit vielen Zwiebeln entstehen und das soziale Umfeld veröden lassen.
Georg Krakl - Gedichte aus dem Schmierheft
Taliban
Georg Krakl - Blaue Augen (2021)
Mädchen mit den blauen Augen,
willst zur Braut nicht taugen.
Freier seien
autodromisch,
hippodromisch,
velodromisch
oberbauchsyndromisch
komisch.
(Georg Krakl, 2021)
Bibi Du Bai dabei
Welttag der Feinrippherrenunterhose mit Eingriff
Günter Krass - Wenn du da bist
Wenn du da bist und ich sehe die Teewurst im Kühlschrank, denke ich: Oh, eine Teewurst. Es ist nicht meine Teewurst. Ich bin Vegetarier und esse im Leben keine toten Tiere im Form einer Teewurst. Eine Teewurst hat etwas Glattes. Etwas Beruhigendes. Ob die wohl noch gut ist? Die liegt schon länger da. Heute hat sie eine Kappe aus Alufolie, damit sie sich nicht verfärbt oder an den Rändern hart wird. Wie lange hält wohl so eine Teewurst, wenn sie angeschnitten ist? Ach, da steht auch noch ein altes Glas Gurken, es ist fast leer, aber hat sich unbemerkt in die hintere Reihe geschoben. Auch nicht mein Glas, ah, aber du hast aber schon ein neues aufgemacht. Gurken halten sich auch geöffnet sehr lange. Länger als Teewurst auf jeden Fall.
Wenn du nicht da bist, denke ich: Ach, die Teewurst. Ach, du bist ja gar nicht da. Wann kommst du denn? Gut, dass die Teewurst noch im Kühlschrank liegt. Sie flüstert mich an: Sie kommt zurück. Ich, die alte Teewurst bin ja noch hier. Niemals würde sie ohne mich gehen. Es sei denn, sie hat mich vergessen.
Aus der Anfangszeit des Mobiltelefons: Schnurlos verschwunden
Früher war er auf Draht. Er stand auf der Leitung. Sie hatte ihn an der Strippe.
Ach, was für Zeiten, als Derrick noch zum Telefon gehen mußte, oder Harry schickte. Heute der schnelle Griff an die Hose, dass kurzantennige Sprechmittel herausgerissen und ans Ohr gepresst. Wie lieblich die Gäste, die nicht ihre Apparatur in das Sofakissen drücken, um jederzeit ein Gespräch führen zu können, wie man etwa einen Eimer Pflaumen pflückt, oder warum der Topfkuchen verdorben ist, bzw. wie Schalke gespielt hat. Da konnten noch Freundschaften entstehen. Heute wackelt jede Halbintelligenz, die ein Formular ausfüllen kann und deren Dispokredit nicht überzogen ist, mit der coltähnlichen Stusswaffe durch das Einkaufszentrum. John Wayne hätte seine Freude gehabt an solch Wichtigtuerei, wobei bedacht werden sollte, dass das Wort Wicht natürlich im Detail steckt. Drohgebärde, Imponiergehabe oder exhibitionistisches Outing? Ich ruf dich an! Ich bin wichtig! Ich kann überall telefonieren! Diese drei sollen Motivation sein, sich mit solchem Ballast zu behängen?
Ich gebe zu: Es gab Zeiten, da hat das Schnurtelefon auch genervt. Als der Wählkasten so leicht war und die Strippe so stramm, nämlich. Da hatte man nach dem Griff zum Hörer gleich auch die Restapparatur vor der Brust hängen, die sich an aufgedrehter Schnur langsam zurückkräuselte. Nicht schön, wahrlich. Aber was waren das für Dinger: Diese schwarzen, fetten Geräte, die schwer in der Hand lagen, und die jedem Sprecher den Mut gaben, das zu sagen, was er sagen wollte. Kein hektisches Gehechele, kein Business-Röcheln kurz vorm Verfall des Dow-Jones. Das satte Klacken, als fiele eine Mercedes-Tür ins Schloss, selbst nach schlechtem Gespräch, war eine sinnliche Erfahrung, die heute kaum noch jemand nachempfinden kann. Ach, wärn sie doch schnurlos verschwunden, diese Handys und Mobiles und was weiß ich samt ihren Usern. Telly Savalas gen. Kojak würde sich den finalen Schuss setzen, erführe er die unsägliche Schande, die seinem Namen widerfahren ist, nachdem die Telekom ihren werbewirksamen Esprit verspritzen wollte. Und Harry Belafonte rannte seinerzeit ahnunglos ins offene Messer: Hey, Mister Telliman, telli me Banana.... Und Onkel Tom hat in seiner Hütte noch nicht einmal Strom.
Damals vor ein paar Wochen: Trump tritt per Twitter zurück
Trittbrettfahrer seien gewarnt, die auf den Zug aufsprängen. Das Aufsprängen von Zügen sei noch ein ganz anderes Thema. Wer in einem Atemzug sitze, sollte den Mund nicht so weit aufreißen, der im Gegenzug den Kopf nicht aus dem Fenster halten. Klare Ansagen, die den politischen Gegner im Zaum halten.
Demnächst in einem Zug:
*Die Antizipation der Frau - Was bleibt von der Gleisstellung? Können Frauen Zugführer werden?
*Ist die Bestrafung von Schwarzfahrern rassistisch?
*Trump heißt jetzt Amerika-Fürst.
*Schwarze sollen zu Migranten erklärt werden, da sie seit dem 16.Jahrhundert millionenfach in die USA eingewandert seien. Afrika seit ein sicherer Herkunftskontinent. Das Gleiche gelte für die Indianer, die bereits seit der letzten Eiszeit aus Asien gekommen seien. Auch Asien gelte sicher als Herkunftskontinent.
Georg Krakl - Gedicht mit einer überlangen Zeile hintendran
Der Sturm dort, Schatz,
verkühlt dir deinen Wurmfortsatz.
Du musst’ die Hülle zieh’n
darüber und der Gülle flieh’n,
die dein Immunsystem zerstört.
Ach, hört
die Stimme des Propheten,
die lieblicher als Blechtrompeten
klingt
und dir das Lied vom Fortsatzwurm
vorsingt,
der jedem Sturm
trotzt
und vor geballter Kraft
strotzt.
Halt deinen Wurmfortsatz
wohlweislich warm,
denn Menschen ohne Blinddarm
sind arm.
Drum fühl den Sturm dort, Schatz!
Er will den Wurmfortsatz
in jede Himmelsrichtung treiben
und sich an deiner drohenden Immunsysteminsuffizienz voll Schadenfreude reiben.



