Dem Pawlowschen Hund floss der Speichel aus dem Maul, wenn er eine Klingel mit einem Fleischbrocken zusammen wahrnahm, später reichte die Klingel, um den Kläffer sabbern zu lassen. Wir als treue Zeitungsleser wundern uns, wenn wir bei Fotos von Josef Ackermann plötzlich Zähneknirschen, Ohrensausen und das verstärkte Gefühl wahrnehmen, die Faust zu ballen und auf das Druckerzeugnis zu knallen, dass die Tassen Schuhplattler tanzen. Hier liegt schlicht eine Konditionierung vor. Wir reagieren gar nicht wirklich auf das Foto solcher Finanz-Arroganz, sondern auf seine über Jahre gezeigten Unverschämtheiten im Umgang mit Millionen und Milliarden. Also, Ruhe bewahren, alles halb so schlimm, der Mann ist es nicht, sondern das, was hinter ihm steht; da kann einem schon mal der Schaum aus dem Maul fließen, allerdings vor Wut und nicht in Erwartung irgendwelcher magenfreundlicher und hungerstillender Speisen. Scheiß-Psychosomatik oder wo das her kommt....
Bodos Welt mischt sich ein. Für Minden und die ganze Welt. Bodos Welt bleibt stehen, wo andere weitergehen. Bodos Welt geht weiter, wo andere stehen bleiben. Parteiisch. Übernatürlich. Unablässig. Erscheint täglich. Unaufhörlich.Unhöflich.
Hörfehler: Herr Ober, ein Wasser und....
Genau hingehört, wenn man im Restaurant-Gewerbe Karriere machen will!
Herr Ober, ein Wasser und ein Pils, bestellt der durstige Kunde, und da der nicht besonders wohlgenährt aussieht, bringt ihm der Ober ein stilles Wasser in der Plastikflasche, in der zwar mehr drin ist als in einem Glas, die aber nicht schön aussieht, und eine von Schnecken angeknabberte Marone, die sich hurtig blau färbt, wenn man seinen Daumen in die Lamellen drückt.
Herr Ober, ein Wasser und einen Pilz, hätte der Kunde sagen müssen, aber dem Ober sind Rechtschreibung, die man in der Regel natürlich nicht hört, und Grammatik fremd. Da muss nachgebessert werden. Und überhaupt: Wer will denn angefressene Pilze roh essen? Sprachliche Unzulänglichkeiten in Verbindung mit Hörfehlern, den Schuh muss sich Schuhministerin Sommer anziehen.
Dem Hausmeister ein Denkmal
Morgengrauen oder Morgenrot?
Was wird der Tag bringen?, stellt sich die Frage wie von selbst. Morgenrot - Schlechtwetterbot', hieß es früher. Verstanden haben die meisten "Morgenrot- Schlechtwetterbrot" und fragten sich den Tag lang, wie denn eine Scheibe Schlechtwetterbrot schmecke. Jeder kannte Schlechtwettergeld, wenn der Mauerer aufgrund starker Regengüsse die Abeit einstellte und sich seinen Unterhalt zwischendurch als Hausschlächter verdiente. Viel zu spät wurden den meisten klar, dass es nicht Schlechtwetterbrot sondern Schlechtwetterbot hieß, aber da war das Leben schon mit einer sinnlosen Frage und der sinnlosen Suche nach einer Antwort vergeudet. Dass einem dann graut, wenn das Morgenrot am Horizont auftaucht, wird schnell klar. Und deswegen spricht man heute lieber von Morgengrauen, denn es ist noch viel zu früh und wahrscheinlich wird es wieder ein grausiger Tag, nachdem man eben mit dem falschen Fuß aufgestanden ist, kein Kaffee mehr da war und der Toaster seinen letzten Röstvorgang gestartet aber erfolglos beendet hat.
Frucht sucht Geselligkeit: Die Banane
Günther Krass: Erinnerungen (3) - 1968 - Flügelhorn
Ich überlegte, ob ich etwas falsch gemacht hatte. Hätte ich schreiben sollen "Ich möchte gern Flügelhornspielenlernen"?, also den Vorgang des Lernens näher an das Flügelhornspielen rücken und damit meine Lernwilligkeit bekunden sollen? Wo lag der Fehler? Zwei Tage später schrieb ich einen neuen Zettel "Ich möchte gern Trompete spielen lernen". Also, Gitarre wäre auch ok, dachte ich bei mir. (Zum Foto: Es muss nicht immer eine Bodenzither sein, manchmal tut es auch eins chlichtes Flügelhorn. Hauptsache, es ist laut genug, um gegen ein Akkordeon anzudröhnen.)
Herbst: Ich bin eine Flasche
Schicksal als Chance: Doofe Namen
Nehmen wir mal Domino Carina. Das ist ein in Deutschland erlaubter Name. Niemand kann sich vorstellen, wer sein Kind so nennen würde, aber es gibt immer wieder Eltern, die ihr Kind bereits in frühem Stadium strafen und ihm einen lebenslangen Schaden besorgen wollen. Anfangs nennen sie den Zögling Dommi; das Kind denkt, es heiße Dominique. Wenn das Kind ungezogen ist, droht der Vater, seine Identität preiszugeben. Domino Carina, das klingt wie eine Mischung aus Süßigkeit und Damenbinde und ist garantiert ungeschlechtlich, bzw. vereint beide Geschlechter in einem Namen! Wahnsinn für ein Kind! Wie könnte eine Strafe schlimmer sein? Adermann! Ab morgen heißt du Adermann, das ist erlaubt. Venera ist die weibliche Form. Godot. Da ist der Name Programm; der Junge kann nur zu spät kommen und erfüllt stringent die Erwartungshaltung, dass alle auf ihn warten müssen. Uragano, Herrschaften, wo sind wir denn gelandet? Oregano - ok, das ist Griechenland. Aber Uragano? Hört sich nach einem Mittel gegen Blaseninfekte an. Fanta. Das muss erlaubt sein, will man sich auf dem Amt nicht Rassismus vorwerfen lassen. Fanta ist nicht die weibliche Form von Coco Cola, sondern die Freundin von Kunta Kinte, und der war Vorzeige-Sklave in der amerikanischen Alibi-Serie Roots. Fanta, doch, das passt, Kunta hat man da weniger, vielleicht wäre Sinalco nicht schlecht, als italienische Assoziation? Sonne, Strand, Amore? Ach, Ideen sind genügend da, es scheitert häufig an der Engstirnigkeit des Behördenschimmels, der laut aufwiehert, wenn ihm eine Kreation von den schlichten Eltern präsentiert und das dazuhörige Bild gezeigt wird. Aber dass auf dem Amt gewiehert werden darf, ist verbürgtes Recht seit Otto von Bismarck. Übrigens eine guter Name: Otto. Auch für Legastheniker. Liest sich vorwärts und rückwärts und auf dem Kopf. Klasse!
Neues aus Allerwelts
Bushaltestelle. Die Bushaltestelle von Tokio Hotel steht natürlich nicht in Tokio, sondern irgendwo hinter Magdeburg, irgendwo hinter Plattenbauten und neben Datschas von Stasipensionären. Aber an dieser Bushaltestelle haben die Kaulitzbrüder gestanden und auf eine Karriere als Rockmusiker gewartet, während sich der Schulbus näherte, der diesen Träumen jeden Morgen ein Ende bereitete. Und doch: Sie sind berühmt geworden, sogar in Lateinamerika, und jetzt versuchen findige Abzocker, die Bushaltestelle zu verkaufen. Bei Ebay stand das Angebot im Netz; keiner wollte das Wartehäuschen haben. Zu groß für mein Zimmer, schreibt Mandy aus Leipzig; nicht in Barbie-Rosa, ist der Kommentar von Nancy aus Belzig. Schließlich wurde das Gestell in Einzelteile zerlegt und Stück für Stück an willige Idioten verkauft, die sogar drei Kaugummis, die am linken Stützpfeiler klebten und eindeutig gebraucht waren (eine DNA-Analyse hat ergeben, dass alle drei von Bill stammen, sein Bruder nimmt sowieso nie die Kaumasse aus dem Mund, wie man bei Auftritten beobachten kann), für harte Euros in ihren Besitz brachten. Hier haben Mädels eine Alternative, falls sie chancenlos sind, von Bill je geküsst zu werden, nicht nur weil sie Mädels sind, sondern weil sie vielleicht nicht gut genug aussehen oder Akne haben. Einfach weichkauen und an Bill denken. DNA ist ja drin. Die Eigentümer des Bushäuschen wollen nun an den noch nicht verkauften Resten der Bude nach Urinspuren suchen, um den Preis der unteren Latten in die Höhe zu treiben. Selbst hierfür werden sich junge Menschen finden, die sonst nichts zu tun haben.
Ackermann. Josef Ackermann, der Chef der Deutschen Bank und hämischster Grinser der letzten Jahre neben Manager Esser, lehnt staatliche Hilfe in der Bankenkrise ab. "Ein Fond ist eben keine Rindersuppe, mit der man eine beige Mehlsauce kochen kann!", so sein Kommentar zum Angebot der Regierung. Aufgeschreckt hat ihn wohl Peer Steinbrücks Vorschlag, Managergehälter auf 500 000 Euro pro Jahr zu begrenzen. Das würde bei einem Ackermanngehalt von 12 Millionen fast einer Enteignung gleichen. Und - mal ehrlich, wer will denn für 500 000 Euro bei der Deutschen Bank arbeiten und das ganze Risiko tragen?
Ackermann: "Auf die eine Null am Ende mehr oder weniger kommt es doch gar nicht an. Hauptsache die Kasse stimmt..." Dass er die 1 vorne vergessen hat und es wohl um die eigene Kasse geht, sollte nicht unerwähnt bleiben.
Busweise. "Busweise wäre schon zu viel", so die Überschrift in einem Artikel des Weserstädtischen Tageblattes. Was ist gemeint? Handelt es sich um ein Adverb? Er kam busweise nach Hause, also mit dem Bus und nicht zu Fuß? Oder ist es ein Lied, das in einem Bus oder über einen gesungen wird? Sind es Fahrausweise, speziell für Busse: Busweise eben?
Wer mehr weiß, meldet sich!
Ackermann. Josef Ackermann, der Chef der Deutschen Bank und hämischster Grinser der letzten Jahre neben Manager Esser, lehnt staatliche Hilfe in der Bankenkrise ab. "Ein Fond ist eben keine Rindersuppe, mit der man eine beige Mehlsauce kochen kann!", so sein Kommentar zum Angebot der Regierung. Aufgeschreckt hat ihn wohl Peer Steinbrücks Vorschlag, Managergehälter auf 500 000 Euro pro Jahr zu begrenzen. Das würde bei einem Ackermanngehalt von 12 Millionen fast einer Enteignung gleichen. Und - mal ehrlich, wer will denn für 500 000 Euro bei der Deutschen Bank arbeiten und das ganze Risiko tragen?
Ackermann: "Auf die eine Null am Ende mehr oder weniger kommt es doch gar nicht an. Hauptsache die Kasse stimmt..." Dass er die 1 vorne vergessen hat und es wohl um die eigene Kasse geht, sollte nicht unerwähnt bleiben.
Busweise. "Busweise wäre schon zu viel", so die Überschrift in einem Artikel des Weserstädtischen Tageblattes. Was ist gemeint? Handelt es sich um ein Adverb? Er kam busweise nach Hause, also mit dem Bus und nicht zu Fuß? Oder ist es ein Lied, das in einem Bus oder über einen gesungen wird? Sind es Fahrausweise, speziell für Busse: Busweise eben?
Wer mehr weiß, meldet sich!
Schlechte Gedichte (1): Georg Krakl - Die Wurst
Du Wurst
Du Wurst in Beton
Ich hab Durst
und nicht Hunger
also lunger
hier nicht rum.
Amphore
Amphore in Beton
Ich habe Durst und nur Durst
Ich will dich trinken, ich will keine Wurst!
(Man kann Amphoren nicht trinken, man kann nur aus Amphoren trinken. Das führte zur Abwertung des Gedichts. Sonst ist es eigentlich ok, wenn man bedenkt für welchen Schwachsinn Preise vergeben werden.)
"Weiser Mann" Olli Dallilahmer: Rote Mülleimer-Meditation
Ich öffne den Deckel des roten Mülleimers und ziehe mich aus dem Roten heraus. Genug der heulenden Pfeileschießer, genug der verwundeten Knie und der kleingroßen Hörner. Custer, der Arsch! Ich weiß nicht, was soll es bedeuten? Ein roter Mülleimer hinter einem Sandstein-Kreuz.
Hände fest, tief durchatmen, Augen auf! Ich bin wieder voll und ganz im Hier und Jetzt!
Göttingen- Verfall der Sitten
Kunst will provozieren. Aber es ist doch eine Ausgeburt der Langeweile, wenn man meint, dadurch zu provozieren, dass man eine gute Handvoll Göttinger nackt in Bronze gießt und dann an irgendeine hässliche Stadtmauer klebt, um den Touristen zu veranschaulichen: Der Göttinger ist nicht prüde, der geht auch nackt vor die Tür, wenn es sein muss. Gott sei Dank, musste es bislang nicht sein. Lichtenberg hätte die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und mindestens 1004 Aphorismen und spitzfindige Bemerkungen in sein neuestes Sudelbuch geschrieben. Heute aber geht der Tourist ein wenig konsterniert an diesem scheinbaren Kunstwerk vorbei und schaut dann hinter einem Holunderbusch in der Botanik in seiner Hose nach dem Rechten, um sich verstohlen zu fragen: Ist bei mir denn alles in Ordnung?
Wenn einem nichts einfällt
Also, mal ehrlich, fällt dir, wenn ich mal dieses persönliche Personalpronomen gebrauchen darf, fällt dir, der du dieses Bild siehst, irgendetwas ein? Da sitzt ein verkrüppeltes (nur ein Bein!) Holzmännchen in einer Ecke des Stadtrandbungalows, zitternd vor Kälte und hoffend auf eine Kaminentzündung, gleichzeitig zitternd vor Angst, dass es Teil des Brennmaterials wird, das die Kälte durch warme, wohlige Wärme verscheuchen soll. Wir wissen doch alle: Holzmännchenkrüppel verbrennt man nicht, das ist fast Blasphemie. Aber es tut doch auch leid. Da sitzt jemand, gestützt auf seine Hände, bekommt also den Arsch praktisch nicht auf den Boden, wir sagen, der ist lebensuntüchtig, vielleicht meditiert er, aber wahrscheinlich nicht, da sitzt also einer in einer total unbequemen Haltung und fürchtet sich, Feuerholz zu werden, den Frierenden Wärmeelement zu sein. Meine Güte andererseits, wie viele Gläubge sind durchs Feuer gegangen und haben es der katholischen Kiurche recht gemacht, um einen Platz im Himmel zu bekommen? Also, da hat doch keiner Verständnis. Also, mir fällt nichts dazu ein, ganz ehrlich, man muss doch auch mal an andere denken und nicht nur an sich selbst, da hat so ein Bursche vielleicht vier, fünf Jahr still in der Ecke gesessen und jetzt ist er plötzlich dran; andere freuen sich, an der Fleischtheke, beim praktischen Arzt, auf dem Arbeitsamt endlich mal dranzukommen. Aber, das ist es ja, Undankbarkeit, erst jahrelang auf Kosten anderer im Trockenen gesessen und schön gefaulenzt, die Sonne genossen, sich an den Streitereien der Nachbarn ergötzt und dann, rums, soll es zum Einsatz kommen. Ja, Leute, was glaubt ihr denn, wo ihr seid? Nix ist umsonst. Selbst der Tod kostet das Leben, wie Tante Minchen immer sagte, und Recht hatte sie. Ich wiederhole für unsere Legastheniker: Da fällt mir nichts ein! Basta.
Geheimnisvolle Botanik
Praktische Geschenke: Wackersteine
Was hat man früher für unnützes Zeug geschenkt? Eine Packung TOSCA mit Seife und Toilettenwasser, einen Zigarettenspender oder einen Tischgong aus Messing mit künstlichem Grünspan, einen röhrenden Hirschen, der 24-Karat-vergoldet war und auf dessen Sockel "Braunlage" stand; zwei Gästehandtücher. Ein Oberhemd. Ein Buch. Noch ein Buch, obwohl es das letztes Jahr schon gegeben hat. Ist aber ein anderes Buch...Aha. Geschenke konnten Krisen auslösen, weil sich die Menschen nicht mehr richtig freuen können. In der schlechten Zeit hat man sich über ein Glas Leberwurst gefreut oder eine kleine Mettwurst. Heute sind wieder nützliche Geschenke gefragt, nachdem die unnützen sämtliche Abstellkammern, Kellerräume und unbenutzte Garagenteile plus angebautem Carport blockieren. Der Schenker will etwas zum Vorzeigen haben, der Beschenkte will sagen können: Meine Gäste können schenken, ich kenne keine doofen Leute, bzw. die lade ich nicht ein.
Jetzt in der Vorweihnachtszeit geht der Trend wieder zum Päckchen, weil das so heimelig wirkt. Wer das Schöne mit dem Nützlichen verbinden und gleichzeitig einen guten Eindruck hinterlassen will, greift jetzt auf Angebote der Baumärkte zurück: Eine Palette Wackersteine, fix und fertig als Geschenk verpackt mit schlichten Plastikbindern kann den finanziell ans Ende geratenen Bauherrn aus seiner Konto-Depression retten, eine Tüte Kies ab 25kg kann jeder gebrauchen oder einen Sack Zement, den man vielleicht schon in der eigenen Werkstatt vorgehärtet hat. Da lachen die Herzen auf beiden Seiten und es schießt der Satz durchs Hirn: Gottseidank nicht schon wieder TOSCA (für die Dame) oder TABAC (für den Herrn)! Richtig schenken ist kein Zufall.
Grafitti im Sauerland
Zarte Ansätze einer regional gefärbten Grafitti-Kunst, die von etablierten Bildungsbürgern als Schmiererei verschrien wird, kann man im Sauerland beobachten. Wenn auch Form und Inhalt schwer übereinanderzubringen sind, so kann man mit geübtem Auge doch Formen und Muster erkennen. Immer versucht der waldnahe Farbspritzer dem Objekt der Besprühung gerecht zu werden. Zu einem Baumstamm passen besonders gut florale Motive, einem Tannenbaum stehen gut weihnachtliche Muster. Wenn die Hand wohl noch gezittert hat, so kann man den Respekt, der der Natur gezollt wird, erkennen. Dass dann gelegentlich ein Bild daneben geht, ist verständlich. Bei der Darstellung des Isenheimer Altars, einem Triptychon immerhin, in der Grafitt-Version, kann dann etwas schiefgehen: Die Landkarte von Isenheim ist wohl zu undifferenziert und dass der Altar mit einem A anfängt, ist hinlänglich bekannt. Wo aber ist die Kreuzigungsszene und überhaupt: Wo sind hier die Menschen, das Allerwichtigste bei einer Kreuzigung? Na schön, über wäldliche Grafitti wächst schnell etwas Moos oder ein Parasitenpilz, das ist der Vorteil gegenüber Beton oder Eisenbahnwaggons. In diesem Sinne: Weiter so! Aber noch ein bisserl üben, gell?
Facelifting auch für junge Menschen
Man muss nicht immer warten, bis man eine Greisin ist, auch junge Menschen brauchen eine Gesichtsstraffung manchmal eher, als sie es sich in faltenloser Zeit gedacht haben. Kopfschmerzen sind oft die ersten Anzeichen für eine langsam voranschreitende Krankheit, die Gesicht und Schädel deformiert, so als wolle ein Balken aus dem Haupt herauswachsen und sich vor die Stirn schieben. Manchmal kann man ihn mit langen blonden Haaren oder einem auffällig großen Rollkragenpullover kaschieren bzw. von ihm ablenken; irgendwann ist dann aber eine Operation fällig, will man nicht lebenslang mit merkwürdigen Dellen auf der Straße herumlaufen. Die Bevölkerung hatte in Bezug auf junge Leute dafür bislang kein Verständnis. Jetzt wirbt eine Plakataktion dafür. Auf großflächigem Papier werden zwei Damen im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit gezeigt, die über ihr Bedürfnis nach Schönheit sprechen. Bei den beiden haben sich schon seitlich vom Kopf an den symptomatischen Dellen Scharniere gebildet, sodass man glaubt, man könne die Kopfmakel aufklappen oder aus der Angel heben. Das ist ein Irrglauben; ebenso wie die Vorstellung, man könne mit den Türgriffen, die sich am Ende der zweiten Phase in der Nähe der Arme bilden, irgendwie etwas öffnen. Völlig falsch, selbst als Deko oder Spezialpiercing sind diese Objekte nicht umzuwidmen. Hart für die Betroffenen. Darum: Verständnis ist angesagt.
Weizenbier und Kinder
Skulpturenpark in Körbecke am Möhnesee
Kunstliebhaber, der du intuitiv mit dem Baum hältst, denke daran: Die Skulptur stellt die Einsamkeit des Holzfällers dar! Bäume sind nämlich nicht einsam, die haben immer noch den Wald. Der Holzfäller aber ist eine aussterbende Art, der mit jedem gefallenen Baum auch seine Existenzberechtigung verliert. So weit kann Kunst greifen.
Zu Halloween sollen wieder Drähte gespannt werden, einmal, weil es lustig ist, wenn Menschen mit Kürbisköpfen über diese stolpern, zum anderen, weil ein Schnappballkleinfeld irgendwie besser einleuchtet.
Frühe Comics an alten Rathäusern
In Soest, der Bördestadt am Rande des Sauerlandes, hängen diese zwei Protagonisten des wortarmen Geschichtenerzählens. Hoss und Maik, zwei Symbolgestalten der Hansestadt, haben sich nach einem Zechgelage mal wieder mächtig was vor den Schädel gehauen, weil keiner der beiden den Haustürschlüssel dabei hatte. Nachdem sie ihr Bargeld und die gesamte Oberbekleidung verzockt hatten, blieben ihnen lediglich die grünlichen Inkontinenzwindeln und zwei Stäbe, an denen sich spitz zulaufende Hämmer befanden. Als ihnen die Köpfe vom vielen Hauen wehtaten, beschlossen sie, Frieden zu schließen und sich nicht zum Gespött der Leute zu machen. Sie montierten schnell das Wappen des Wirthauses "Zum roten Schlüssel" ab und trugen es lässig vor ihre Dreizimmerküchbad-Wohnung in der Unterstadt. Nachdem sie ihre Laubsägen aus der Wohnung geholt hatten, begannen sie, den Schlüssel auf dem Wappen auszusägen, um ihn in die Wohnungstür zu stecken und diese dann zu öffnen. Sag mal, fragte Maik, wie bist du denn an deine Laubsäge gekommen? Hoss antwortete: Ich bin einfach rein und hab sie aus meiner Schachtel mit der Weihnachtsdeko herausgeholt, da hast du sie ja wohl letzte Woche versteckt, oder? Dann war die Tür die ganze Zeit offen?, wunderte sich Maik. Wird wohl so sein, nickte Hoss völlig entspannt. Als die beiden zur Tür gingen, um den ausgesägten Schlüssel auszuprobieren, entdeckten sie, dass ihr eigener Wohnungsschlüssel nocht steckte. Morgen lasse ich sofort einen neuen machen, den verstecke ich dann in der Schachtel mit der Weihnachtsdeko und dann haben wir im Notfall immer einen zweiten, schlägt Hoss vor. Gute Idee, meint Maik.
Zum Andenken an diese langweilige Geschichte aus dem Soester Hansealltag hat man die Brüder samt rotem Schlüssel an die Frontseite des Rathauses genagelt, als Warnung für den Bürger: Ein bisschen blöd ist ok, aber nicht mehr, klar?
Mathematik im Sauerland
Der Sauerländer ist bekannt dafür, dass er aufgrund erhöhter Niederschlagsmengen zu den Problembuddlern in Deutschland gehört; es reicht ihm nicht, einfach fröhlich durch die Welt zu gehen und sein täglich Brot mit ehrlicher Arbeit zu verdienen. Der Sauerländer braucht Probleme. Wer sich als Erholungssuchender durch ein Dickicht schlecht ausgeschilderter Wanderwege quält - angeblich habe Kyrill einen Teil der Markierungen "weggeputzt" - und glaubt, er könne sich an der Natur erfreuen, stößt immer wieder auf Stellen, an denen der Sauerländer sein Wesen offenlegt. Es reicht ihm nicht, dass der Gast durch den Forst schlendert, er drückt ihm immer wieder etwas für den Kopf auf! Achtausendunddreizweiundsiebzigstel! Was soll das denn hier? Selbst wenn man die Zahlen, was ja der Strich zwischen ihnen symbolisiert, teilt, kommt man auf kein glaubwürdiges Ergebnis, vor allem nicht ohne einen Taschenrechner, den der Wanderer wohl kaum in seinem Rucksack findet. Beide Zahlen hatten jahrzehntelang um den Status als Primzahlen gekämpft, verloren hat die 72 als kleinere Zahl, was ja niemanden wundert, denkt man an die immer weiter auseinanderklaffende soziale Schere im Land. Die Kleinen werden nichts, die Großen können sich alles leisten. Primzahl, als wenn das was Besonderes wäre! Der Sauerländer hat jedoch im gleichen Jahr, als es der 72 abgelehnt wurde, Primzahl zu werden, einen absolutes Teilungsverbot erlassen. Was als schlichte, wenn auch unlösbare Aufgabe am Baumstamm leuchtet, ist nur eine böse Falle. Wer dennoch teilt, weil er es nicht lassen kann, wird mit Bußgeldern bis zu 100 € belegt. Dieses Geld fließt in sauerländische Gemeindekassen und wird für den Bau von Regenschutzüberdachungen angespart. Der kluge Mensch denkt an die ehemalige DDR und weiß: Vereinigen ist das Zauberwort, das wir uns teuer zu stehen kommen lassen. So bleibt nur der Rat: 8003 geteilt durch 72 ist verboten. Das richtige Ergebnis heißt: Achttausendfünfundsiebzig!
Serielle Fotografie: Auf dem Wochenmarkt in Soest
Serielle Fotografie soll das sein?
Sellerie-Fotografie, ganz plumpe Sellerie-Fotografie. Also: Bevor man ein Fremdwort benutzt, sollte man wissen, was es bedeutet.
"Weiser Mann" Olli Dallilahmer: Eiskugelmeditation
Mit Andacht essen ist gut; wie wenig hilft es der Welt, wenn Currywürste und Döner mit gierigen Bissen zerkleinert und hektisch heruntergeschluckt werden, nur um das profane Hungergefühl zu betäuben, um schneller zu sein als der Nachbarm, der vielleicht die minderwertige Nahrung vom Teller stiehlt, um sie sich selbst einzuverleiben. Schnelles Essen ist Egomanie. Bloß nichts abgeben, alles alleine haben wollen! So denkt und funktioniert der Alltagsmensch, dem der eigene Bauch näher ist, als die Hüftrolle des Nachbarn. Und dann in der Menge der Schlingenden: Der Pilger! Andächtig hält er seine Nahrung vor die Stirn. Er dankt dem Universum, er dankt allen Wesen, Tieren und Pflanzen, die ihm Nahrung sind; er hält inne, hat Zeit sich zu besinnen, er respektiert das Große und Ganze, in dem der kleine Mensch versinkt, in dem er wie ein Tropfen im Ozean ist. Das Profane wird bedeutungslos; die Nahrung wird geheiligt.
Immer tiefer versenkt er sich mit jedem Tropfen des geschmolzenen Schokoladeneises, der auf den Boden oder die Goretex-Wanderhose tropft. Der Pilger weiß um die Bedeutung seines Opfers für die Schwingungen der Welt, er weiß darum, dass er dem Guten hilft, dass er einen Teil seiner Nahrung opfert, symbolisch, um den Unfrieden, den die Schnellesser und Schlinger, die armen Schlucker eben, mit jedem Hamburger, mit jedem Schnitzel, mit jeder Bockwurst stiften, zu begegnen und in Harmonie zu verwandeln.
Wenn der Pilger zurückkehrt in das Hier und Jetzt bleibt ihm ein braunes Muster der süßen Tropfen auf dem Boden oder vielleicht sogar auf der Hose. Er weiß, dass es gut ist, so gehandelt zu haben, sich in der Masse zurückzuziehen in sich selbst und Kontakt aufzunehmen mit den Wesen einer höheren Welt, um unerkannt zu helfen. Wanderer hinterlässt keine Spuren, mag ein wahrer Leitsatz der Wissenden sein. Manchmal muss aber auch eine Ausnahme gemacht werden, wenn es der Sache dient.
Samstag, 27.9.08: Inkognito reisen
Wer will nicht unbehelligt bleiben, wenn er reist? Inkognito nennt man das. Vor allem der Prominente, der zwar immer sein Maul aufreißt und die Zähne zeigt, um zu lachen, seine Fans aber eher zum Kotzen findet, sie aber billigend in Kauf nehmen muss, weil sie seinen üppigen Lebenswandel finanzieren, so dass er sich ein Bahnticket leisten kann, um einmal einen Ausflug machen zu können, will unentdeckt bleiben. Am häufigsten werden Prominente am Gesicht erkannt. Abgesehen von wenigen Ausnahmen wie Charlie Chaplin, der an seinem Bambusstöckchen erkannt wurde und wie Winnetou, den man über die Silberbüchse und die Tatsache, dass er wie ein Althippie aussah, identifizieren konnte, ist der Kopf das Haupterkennungsgebiet an einem Prominenten. Den Kopf zu verhüllen ist eine einfallslose und nutzlose Methode, sich vor Übergriffen durch Fans zu schützen, die nicht davor zurückscheuen, mit ihren Fingern in der kopfverdeckenden Kleidung herumzuwühlen, bis sie einen warmen Körperteil zwischen Daumen und Zeigefinger halten und laut aufschreien können: Heino Ferch!, oder Heidi Klum! Anschließend wird mit Fanpostkarten im Gesicht des Gefundenen herumgestochert, was üble Schnittwunden nach sich ziehen kann, wohl aber dem Erheischen einer Unterschrift dienen soll.
Am schlimmsten aber ergeht es Reisenden, die ihren Kopf hinter einer Windbluse verstecken, weil sie ein Nickerchen machen wollen. Wenn der hoffende Fan, nachdem er gewühlt und gestochert hat, feststellt, dass es sich gar nicht um einen Prominenten handelt, nicht einmal um einen Schausteller aus einer täglichen Seifenoper, sondern um eine belanglose Person des Alltags, kann das Erwachen böse sein. Frustabbau heißt dann die Devise, und da weiß der Fan nicht wohin. Da bleibt nur noch, ihm die Bildzeitung hinzuhalten und zu hoffen, dass ihn das täglich wechselnde Bild einer Barbusigen ablenkt.
Tipp: Wenn schon Nickerchen, dann immer mit unbedecktem Kopf. Wenn schon nicht erkannt werden wollen, dann zu Hause bleiben!
Freitag, 26.9.08: Weltstadt Berlin - Sicherheit geht vor
Der deutsche BIG APPLE Berlin krankt doch am Detail. Klar, man will dem Ausländer, der vielleicht englisch spricht, das Leben etwas einfacher machen und teilt ihm mit: Meister, nicht mit der Tür in die Hotellobby fallen, sondern den Türgriff benutzen. Im Ausland sind Türgriffe, manchmal sogar Türen, weitgehend unbekannt. Da denkt jeder sofort an die Fliegengittertüren in der Fernsehserie Lassie, die sich sogar mit dem Butterbrotsbeutel von Timmy öffnen ließen, oder an die praktischen Wigwams, die gar keine Türen besaßen, sondern nur einen Schlitz, durch die der Häuptling seinen Federkopfschmuck pressen musste. Das Ein- und Ausgehen glich einer Geburt. In Deutschland ist das anders, besonders in Berlin, dort hat sich die Türklinke seit den wilden Zwanzigern durchgesetzt, als nämlich die Mode überhand nahm, einfach hereinzuplatzen. Egal wo herein oder hinein, man platzte in den Raum, als ob es zum guten Ton gehöre. Der Türgriff schob dem im wahrsten Sinne einen Riegel vor, einen versteckten nämlich. Der ausländische Mensch läuft immer noch auf eine Tür zu und hofft, dass sie sich, vielleicht wie in der Heimatstadt New York, von selber öffnet, oder, vielleicht in seiner Heimatstadt Rejkjavik, einfach wegtaut durch die Körperwärme des Heraneilenden. Berlin ist eine Weltstadt und da denkt man an die Verletzungsgefahr, die Menschen mit anderem kulturellen Hintergrund droht. Ein praktisches Schild mit dem Hinweis auf einen DOOR HANDLE verhindert das Schlimmste; übersetzt heißt das TÜRGRIFF und warnt den auch den deutschen Mann, der gern einmal durch die Wand geht und glaubt, Türen seien für ihn kein Problem. Denkste, Meister! Hauptstadtkorrespondent Peter Henne
Hämorrhoiden oder Hämorriden?
Vor der Reform der Rechtschreibung waren Hämorrhoiden tabu. Die Leute konnten das Wort nicht schreiben, also wurde es auch nicht geschrieben. Darüberhinaus befanden sich die Objekte in einem Bereich, der nur hinter vorgehaltener Hand besprochen wurde, in einer Tabuzone, die seit der Erfindung der Unterhose unter dem Oberbegriff "unaussprechlich" zu finden war. Wenn dann doch gesprochen wurde, so sagte man Hämoritte, vielleicht assoziierte der Hörer die freundliche Margaritte und konnte dem Sprecher den Tabubruch verzeihen. Dadurch dass niemand die Krankheit bzw. die Protagonisten dieser aufschreiben konnte, erhielt das Ganze eine Art Glorienschein, eine Form der Mystifikation lief ab, es erhielt etwas "Unbeschreibliches". Dann kamen die forschen 90er-Jahre und das noch forschere 2.Jahrtausend. Erst die Rechtschreibreform: Die Hämorrhoide wurde ganz legal zur Hämorride, immerhin noch rechtschreibtechnisch schwierig, weil mit zwei r, und entledigte sich ihrer Heiligkeit, wurde quasi profan, bürgerlich, nein, trivial, und schließlich entblödete sich eine schreibende Frau nicht, darüber ein Buch zu verfassen, in Romanform auch noch, und nötigte die Bürger, dieses zu kaufen, in einer Menge, dass es auf die ersten Plätze der Bestsellerliste schnellte, und nötigte sie weiterhin, die vorgehaltenen Hände herunter zu nehmen und zu schreien, einfach weil niemand hinter dem Trend herhinken wollte, zu schreien, wenn der Beflüsterte nach dem Wo fragte: Am Arsch! Mit dieser Ausdruckweise lag der oder die Schreiende natürlich im Trend, spätestens seit der Hobbythek zum Thema Bauch, Darm und Hintern, und bewertete gleichzeitig das Gelesene, um weiteres Interesse zu wecken und den Kaufanreiz für das Pamphlet zu steigern. Alles nur wegen der Rechtschreibreform.
Leichtfertig gesagt: Du hasten Schuss
Wenn dann die Schießwütigen statt auf die Plastikblumen oder Synthetikbären in den Keramikröhrchen aus Versehen auf die Angestellten schießen, weil sie keinen Jagdschein besitzen, kommt es schon mal zu unliebsamen Äußerungen wie: Du hasten Schuss, Meister, pass bloß auf! Damit haben sie an diesem Stand praktische auch einen Jagdschein erworben, der zwar nicht zum Erwerb einer Waffe berechtigt, wohl aber eine Art Freischein ist, die das unstrukturierte Herumschießen in der Gegend verstehbar macht. Ein Makel bleibt trotzdem, denn niemand bekommt dieses Dokument wirklich ausgehändigt. Menschen mit solchen Attributen müssen jeden Tag aufs Neue beweisen, dass sie berechtigte Träger des Qualitätsmerkmals sind. Nicht einfach und manchmal nervend. Da geht auch schon mal ein Schuss nach hinten los.
Gastbeitrag: Leser und Leserinnen stellen sich vor – heute: April aus Norwegen
Ich lese gern in Bodos Welt – natürlich nur dann, wenn ich in meiner kleinen Hütte in der Nähe des Polarkreises Strom habe. Wenn nicht, muss ich selbst schreiben. Ich glaube ja immer noch, dass Bodo in Wirklichkeit eine Frau ist. Viele seiner Ansichten sind sehr weiblich, und wenn man so wie ich inmitten der Natur ganz allein ist, entwickelt man ein Gespür für so etwas. Am besten gefallen mir die Gespräche der Aliens. Bodo, ich finde, du solltest wieder mehr Science Fiction schreiben. Olli Dallilahmer kann ich nicht so gut ertragen. Er erinnert mich zu sehr an den Aussteiger in der Hütte unten am See, der leider gerade deutsch lernt, um mit mir seine Ansichten zu teilen bzw. damit ich seine Ansichten teilen kann. Und es nervt mich, dass Bodo so pingelig ist, was den Fleischverzehr betrifft. Ich würde hier im Winter gar nichts zu essen haben, wenn ich nicht meine Fallen im Wald hätte und mir ab und zu etwas braten könnte. Manchmal wünsche ich mir hier Menschen, die mir z.B. einfach nur etwas von ihrem letzten Urlaub erzählen, ob es auf dem Campingplatz laut war oder ob es zu viele Hunde gab. Tja, und weil das hier nicht geht, lese ich in Bodos Welt.
Menschen im Freiland
Farben im Wandel der Zeit
Die Lebensmittelindustrie hat sich umorientiert: Sie produziert nicht am Käufer vorbei gemäß dem Motto "Der Hunger treibt's schon rein", sondern bereitet ihre Speisen mit den natürlichsten Lebensmittelfarben zu, so dass ein kurzer Seitenblick auf die dargebotenen Köstlichkeiten das Wasser im Munde versammelt. Sahnehaltige Süßspeisen wie Torte und Biskuitrollen werden in dezentem Braun gehalten, damit der hohe Kaloriengehalt nicht auf das Gemüt schlägt, dazu weiße Tischdecken und das passende Porzellan, quasi als Sahneersatz, den man nicht verzehren kann, was wiederum das Gewissen beruhigt (Von dem Weißen habe ich überhaupt nichts gegessen!). Umrahmt wird die Tafel von einer Garnitur rot-grüner PET-Flaschen mit Limonade, die durch die Farbkombination ROT-GRÜN dem Trinker mitteilt, er handele nach sozialdemokratischer Ausrichtung in Verbindung mit einem Umweltbewusstsein, das sich die Grünen an die Brust geheftet haben. Vielleicht genügt diese Farbzusammenstellung nicht der Ästhetik eines Kunstmalers, wohl aber macht sie den Kampf mit dem Körpergewicht erträglicher und hält die Hoffnung aufrecht, diesen Kampf eines Tages zu gewinnen.
Tod eines Kritikers
Martin Walser hat eine Art Krimi geschrieben, er hat seinen Hass auf Leute kompensiert, die seine Bücher verrissen haben, die ihn einen echten Langeweiler genannt haben, und ihm ist hier ein Husarenstückchen gelungen: Genau so ein Buch, wie es die Kritiker immer wieder bekrittelt haben, ist ihm gelungen. Es ist kein Krimi, sondern eine Art Enthüllungsgeschichte. Der Literaturbetrieb wird kritisch betrachtet und beschrieben, wir erfahren endlich, was hinter den Kulissen passiert und warum die größten Langeweiler echte Bestseller schreiben können. Unter diversen Pseudonymen werden die unterschiedlichsten Charaktere vorgeführt, wir vermuten diesen und jenen, aber beweisen können wir nichts, alles ist Fiktion. Vielleicht wollte sich Walser an Elke Heidenreich rächen, die das Buch "Die Wand" so hochgelobt hat, dass es massenhaft verkauft wurde. Jeder, der es sah, las es, nur um rauszufinden, ob es wirklich so stinklangweilig ist, wie man munkelte, und jeder konnte erleben, wie der Betrieb funktioniert: Da muss nur eine Vielleserin ein paar kryptische Kommentare abliefern und schon steigt ein Stern auf am Nachthimmel der Schreiberlinge. Literaturpapst Reich-Anwitzki bekommt sein Fett ab und irgendwie hat der Leser am Ende das Gefühl, dass überhaupt keiner tot ist und dass auch gar keine Spannung in dem Buch war, wie sich das für einen Krimi eigentlich gehört. Das Buch hat eher etwas Meditatives. Nach einer halben Seite senken sich die Lider und der Kopf sackt zur Seite. Der Leser ist eingeschlafen und träumt vom langweiligsten Tatort aller Zeiten. Noch mal: Tot ist keiner, was ja auch schön ist, spannend ist auch nichts, was immerhin langweilig ist, und da freut es den Verbraucher, wenn er das Buch als Remittendenexemplar für € 2,95 gekauft hat; das sind immerhin satte 6 €, die dem Sparbuch oder einem gemeinnützigen Zweck zufließen können.
Zugvogel, wohin?
Es wird Herbst. Die Zugvögel sammeln sich, du stehst unter der Hochspannungsleitung und schreist hoch: Wohin, wohin wollt ihr? Keine Antwort. Wildes Geschnatter und Gepiepe, keiner versteht einen Ton, niemand weiß wahrscheinlich, wohin die Reise gehen soll, einige treten sie zum ersten Mal an.Dann triffst du auf einen Zugvogel, der einsam auf dem Andreaskreuz vor dem unbeschrankten Bahnübergang sitzt, verlassen von den Kollegen, die in der Ferne schnattern. Du fragst ein weiteres Mal: Zugvogel, wohin? Du betrachtest den kleinen Kerl, wie er zittrig auf dünnen, wackligen Beinen auf dem weiß-roten Blech kauert, eingehüllt in ein schlecht sitzendes Federkleid, das vielleicht vorher seinem älteren Bruder gehört hat. Zugvogel, wohin? Flüsterst du, um den kleinen Flieger nicht zu erschrecken. Auf den nächsten Zug, fiept es zaghaft zurück. Verdammt, denkst du, Vögel haben oft Probleme mit der Sprache! Zugvogel, ZUGvogel, was für ein Quatsch, der hat das total misstverstanden, das musst du klären, bevor die Kollegen auf der Hochspannung abrauschen! Du, Zugvogel, du hast da was falsch verstanden....Bevor du den Irrtum aufklären kannst, piept es: Ich komme sowieso aus Afrika und spreche kein Deutsch. Du nickst, weil du nicht verstehst. In diesem Moment kommt auch schon die E-Lok der Weserstadt-Kreisbahnen, der Vogel stemmt sich vom Andreasblech und fliegt kurzerhand hastenichgesehen auf den vorderen Tender, und weg ist er. Du denkst, dass Vögel auch nicht mehr so sind wie früher. Wobei .... wie waren die früher eigentlich?
Kleine Menschen
Mittlerweile neigen immer mehr kleine Menschen dazu, sich über große Menschen lustig zu machen. Oft reicht ein schlecht sitzender Hut und eine Körperlänge von 1Meter neunzig gegenüber einsfünzig und schon wird gelästert: Guck mal da! Über einsfünzig groß, aber einen schlechtsitzenden Hut tragen. Wie lustig! Selbst wenn keiner der Zwerge in der Nähe lacht, so ist das für den Riesen doch demütigend. Am liebsten würde er dem Wicht eins mit dem schlecht sitzenden Hut über die Rübe ziehen, dass dem Burschen Hören und Sehen vergeht, aber das Grundgesetz verbietet dies: Niemand darf, weil er zu klein ist, um über die Tischkante zu gucken, diskriminiert werden. Das lange Menschen mit schlecht sitzenden Hüten ebenfalls nicht diskriminiert werden dürfen, steht dort allerdings nicht. Da die Kleinen immer mehr werden, stellt sich die Frage: Ist eine Minderheit, wenn sie zahlenmäßig mehr ist als die Mehrheit, überhaupt noch eine Minderheit? Und wenn nein, kann man die dann nicht endlich mal so diskriminieren, dass sie ihr loses Mundwerk halten? Ja, da schweigt das Grundgesetz im Moment lieber.Da lacht der Bäcker: Teilchenbeschleuniger
Haha, hört man aus deutschen Backstuben. Teilchenbeschleuniger, murmelt Oma, wat soll dattan? Muss denn alles hektischer werden? Was der schlecht Informierte für eine bombastische Anlage zur Akkzeleration von Kuchstücken hält, ist in Wirklichkeit der Versuch aus schwarzen Löchern, die beim Beschleunigen entstehen könnten, die Herkunft des Menschen herauszulesen. Wer hat uns gemacht? Wo kommen wir her? Da schmunzelt der liebe Gott, denn er weiß das schon lange, sagt aber nichts. Viel interessanter wäre aber die Antwort auf die Frage: Wo werden wir enden, wenn wir so weiter machen wie bisher? Naja, die Wissenschaft hat ja immer mal ein paar Fragen von vorgestern auf Lager, deren Antworten nicht so wichtig sind; aber wenn sie dann mal da sind, sollten sie auch geglaubt werden. Auf jeden Fall könnte der liebe Gott endlich mal sagen, was er weiß. Das wäre nämlich die einfachste und billigste Lösung...
Vincent van Eijnoor: Küssen
Eijnoor hebt hier auf die alte Rassendiskriminierung ab: Dunkelhäutige küsst man nicht so gern, wie man sieht. Der weiße Mensch schaut, weil dem Bildungsbürgertum entstammend, indigniert. Welche Gefühlslage er damit wirklich verbindet, bleibt verborgen. Fatal nur: Negerküsse werden nach wie vor massenweise einverleibt.
Diese paradoxe Situation in Wohlgefallen aufzulösen, bleibt mal wieder dem Ernährungsminister vorbehalten, der sich derweil mit der Süßwarenindustrie herumschlagen muss, wiel sie gegen die Wörter "Schokohubbel" und "Eineweltküsse" opponiert.
Malerei kann gesellschaftskritisch sein. Muss aber nicht.
Diese paradoxe Situation in Wohlgefallen aufzulösen, bleibt mal wieder dem Ernährungsminister vorbehalten, der sich derweil mit der Süßwarenindustrie herumschlagen muss, wiel sie gegen die Wörter "Schokohubbel" und "Eineweltküsse" opponiert.Malerei kann gesellschaftskritisch sein. Muss aber nicht.
"Weiser Mann" Olli Dallilahmer: Durcharbeiten (Meditation)
(Foto: Sonntags um drei. Mal wieder nichts passiert. Selbst die Wachhäuschen stehen leer.)
Sonntags um drei in deutschen Wohnstuben: Depression. Morgen ist Montag, das Wochenende neigt sich dem Ende(!) zu, ein flaues Gefühl macht sich im Magen breit. Shit, denkt mancher Beamte, morgen geht der Zirkus wieder los, Shit, denkt der Fließbandarbeiter, morgen wieder ins Hamsterrad. Schnell wird noch ein Bier gekippt, um den Niedergang der Stimmung zu kompensieren. Was passiert da? Schlechtes Gewissen stellt sich ein, weil am Wochenende außer Fernsehen nichts passiert ist, weil die Erholung nicht geglückt ist, weil alles so ist wie immer, nur dass die Arbeit fehlte.
Da sind wir auch schon an der Wurzel des Unheils angelangt. Fünf Tage haben wir durchgearbeitet, plötzlich, zwar erwartet, aber doch plötzlich, als ob ein japanisches Gemüsemesser eine Gurke zerteilt, ist die Trennlinie da: Hier die Arbeit, da das Wochenende ohne Perspektive. Anfangs euphorische Gemütsbewegung, ah, jetzt ist das Wochenende am längsten, jetzt haben wir noch alles vor uns, aber.....eine dunkle Stimmung kriecht vom Bodenbelag an den Baumwollstrümpfen über die Kniescheibe durch die Unterhose zum Solar Plexus, dahin, wo unsere Mitte sein sollte, unser Ruhepol. Die Uhr tickt, mit jedem Zeitzählgeräusch schrumpft die Freizeit und damit die Chance, sich zu erholen, zu regenerieren, aufzutanken, Lebensmut zu schöpfen für die nächste Arbeitswoche. Die Depression ist da: Freizeitschmelze, Leere und fehlende Ideen, etwas mit der Zeit anzufangen, außer darüber nachzudenken, dass sie abläuft, sind ihre Zutaten.
Die Lösung ist einfach: Wie eine ständig wiederkehrende Bewegung einen Menschen in Trance versetzen kann, in der er sich vom Alltag entfernen und Kontakt mit seinem höheren Selbst aufnehmen kann, so geht das auch in der täglichen Arbeit. Das Stampfen der Maschinen kann Mantra sein, der Korrekturstift wird zur Gebetsmühle, wenn er in ewigem Gleichmut und immerwiederkehrenden Bewegungen über den fehlerhaften Text gleitet, das Glockenhelle der Kinderstimmen in der 6a ist die Klangschale des Alltags, die fein in uns resonieren kann. Das Übliche, das Gewöhnliche, das Normale einmal anders sehen, hören, fühlen, spüren; aus jedem Wort, das an uns gerichtet wird, ein Mantra machen, und uns dann tief versenken, in unserem innersten Brunnen Ruhe schöpfen, sie in uns vergießen, strömen lassen und weiter machen, unaufhörlich, ohne Pause, immer und immer weiter, bis die Ruhe uns überwältigt hat, bis die Ruhe die Herrschaft übernommen hat, bis wir selbst Ruhe sind. Wir sind Ruhe. Ich bin Ruhe. Vollkommene Ruhe. Dann wird es Zeit für einen kleinen Urlaub. Aber bis dahin heißt es: Durcharbeiten.
Wenn am Montag die Motoren wieder knattern, steht uns der Frust vor der Unterlippe und will sich rauskotzen. Das Wochenende war mal wieder voll daneben, ohne Effekt, ohne Erfolg
Da sind wir auch schon an der Wurzel des Unheils angelangt. Fünf Tage haben wir durchgearbeitet, plötzlich, zwar erwartet, aber doch plötzlich, als ob ein japanisches Gemüsemesser eine Gurke zerteilt, ist die Trennlinie da: Hier die Arbeit, da das Wochenende ohne Perspektive. Anfangs euphorische Gemütsbewegung, ah, jetzt ist das Wochenende am längsten, jetzt haben wir noch alles vor uns, aber.....eine dunkle Stimmung kriecht vom Bodenbelag an den Baumwollstrümpfen über die Kniescheibe durch die Unterhose zum Solar Plexus, dahin, wo unsere Mitte sein sollte, unser Ruhepol. Die Uhr tickt, mit jedem Zeitzählgeräusch schrumpft die Freizeit und damit die Chance, sich zu erholen, zu regenerieren, aufzutanken, Lebensmut zu schöpfen für die nächste Arbeitswoche. Die Depression ist da: Freizeitschmelze, Leere und fehlende Ideen, etwas mit der Zeit anzufangen, außer darüber nachzudenken, dass sie abläuft, sind ihre Zutaten.
Die Lösung ist einfach: Wie eine ständig wiederkehrende Bewegung einen Menschen in Trance versetzen kann, in der er sich vom Alltag entfernen und Kontakt mit seinem höheren Selbst aufnehmen kann, so geht das auch in der täglichen Arbeit. Das Stampfen der Maschinen kann Mantra sein, der Korrekturstift wird zur Gebetsmühle, wenn er in ewigem Gleichmut und immerwiederkehrenden Bewegungen über den fehlerhaften Text gleitet, das Glockenhelle der Kinderstimmen in der 6a ist die Klangschale des Alltags, die fein in uns resonieren kann. Das Übliche, das Gewöhnliche, das Normale einmal anders sehen, hören, fühlen, spüren; aus jedem Wort, das an uns gerichtet wird, ein Mantra machen, und uns dann tief versenken, in unserem innersten Brunnen Ruhe schöpfen, sie in uns vergießen, strömen lassen und weiter machen, unaufhörlich, ohne Pause, immer und immer weiter, bis die Ruhe uns überwältigt hat, bis die Ruhe die Herrschaft übernommen hat, bis wir selbst Ruhe sind. Wir sind Ruhe. Ich bin Ruhe. Vollkommene Ruhe. Dann wird es Zeit für einen kleinen Urlaub. Aber bis dahin heißt es: Durcharbeiten.
Wenn am Montag die Motoren wieder knattern, steht uns der Frust vor der Unterlippe und will sich rauskotzen. Das Wochenende war mal wieder voll daneben, ohne Effekt, ohne Erfolg
Schulexpertin Barbara "Barbie" Turat: Chancengleichheit
"Als ob die soziale Herkunft etwas mit Chancengleichheit zu tun hätte! Jeder hat die Chance. Jeder hat die Chance Abitur zu machen. Dann sind die Leute 19! 19 Jahre, da haben andere früher schon eine Familie ernährt. Auf eigenen Füßen haben die Menschen gelebt, nicht auf Kosten der Eltern. Hotel Mama, genau, abstillen, wenn das Kind dreißig ist. Mit 19 muss man wissen, was man will, da muss man seine Chance nutzen, da sind alle Unterschiede herausgewachsen aus den Kindern, die jetzt Erwachsene heißen. Wer das nicht kapiert, sollte auch kein Abitur machen. Chance nutzen heißt auch, dass man sich einen passenden Beruf sucht. Es muss nicht jeder studieren. Wir brauchen in unserem Staat auch gute Handwerker und auch Menschen, die Arbeiten machen, die wir früher den Ausländern überlassen haben. Da muss die oft verschrieene Hauptschule wieder ihren Beitrag leisten. Was sollen Hauptschulen, wenn alle Abitur machen wollen? So geht das nicht. Es gibt Begabungstypen, da kann man jetzt herumdeuteln, mal ehrlich, es gibt Schüler, die kann man durch 100 Fördermaßnahmen drehen, die bleiben, wie sie sind. Die müssten dann im Studium auch noch Fördermaßnahmen in Anspruch nehmen, und das geht nicht. Da soll selbständig gearbeitet werden. Noch mal von vorn: Es gibt die Chancengleichheit. Man muss sie nur ergreifen. Wie gesagt: Abitur - Muss man nicht unbedingt haben. Man kann auch anders glücklich werden. Sogar im Landtag hat nicht jeder Abitur. Jedenfalls hört es sich manchmal so an."
Irreführung durch die Presse
Auf den ersten Blick denkt der Leser: Aha, die EU...na was, solche Leute haben die jetzt im Parlament? Vielleicht sogar als Kommissare? Und dann erhöhen die auch noch den Druck auf Russland. Halt! Das ist vielleicht Russland, was ich da sehe, oder ein paar Vertreter aus Novosibirsk. Ach, nein, Russen sehen irgendwie anders aus. Mit Kopftuch und Kittelschürze, oder wenigstens einem Haufen Goldschmuck, da, wo Platz ist am Körper. Der Mann, falls es einer ist, trägt gar keine Pelzmütze Modell Breschnjew, der schaut vielmehr aus dem Kopf wie ein Kaninchen angesichts seines Schlächters, so als dächte es: Ob es weh tun wird? Quintessenz: Da sind weder EU noch Russland zu sehen noch scheint jemand unter Druck zu stehen.Der Blick schweift weiter und findet die nächste Überschrift: Der Trend geht zum kurzen Pony. Interessant. Das Foto zeigt fünf Menschen, die den Trend zum kurzen Pony darstellen sollen. Zwei Blondinen haben etwas Fummeliges vor der Stirn, das nicht wie ein Pony aussieht; der männlich wirkenden Person hat man die Haare nach oben gestylt, für eine Frisur in Form einer Pelzmütze hat es wohl nicht gereicht, für einen Pony hat man die falsche Kämmrichtung gewählt. Zwei Damen tragen einen Pony, der ihnen gerade noch erlaubt, einen Blick ins Handtäschchen zu werfen, um nach dem Lippenstift zu wühlen. Das sind dann wohl kurze Ponys. Die langen sollen früher, als die noch im Trend waren, bis zum Kinn und noch tiefer gereicht haben. Man hat sie dann in der Mitte zerteilt und die Frisurhälften hinter die Ohren geschoben, was zur Erfindung des Mittelscheitels führte. Oder gehört der Text vielleicht zu einem anderen Bild, einem Pferdesportbild, auf dem neue Zuchterfolge präsentiert werden. Kurze Ponys, halb so lang wie die alten. Der dazugehörige Text erscheint vielleicht morgen. Oder ist gestern schon erschienen. Wir wissen alle: Zeitunglesen ist eine spannende Sache, und wenn man Glück hat, erfährt man sogar etwas Neues.
Abonnieren
Posts (Atom)





